Was sind Hämorrhoiden?
Hämorrhoiden sind krankhaft erweiterte Blutgefäße direkt unter der Haut des Analkanals. Normalerweise unterstützen diese Gefäße den Schließmuskel beim Abdichten.
Beschwerden
Häufig sind Blutungen und Blut am Stuhl. Die Blutungsquelle kann aber auch woanders im Darm liegen – deshalb sollte zusätzlich immer eine Darmspiegelung erfolgen. Weitere Beschwerden sind Juckreiz, Druckgefühl, Schmerzen, Hautreizungen am After und Probleme bei der Hygiene.
Behandlung
Im ausführlichen Gespräch in der Ordination und mit einer sanften Tastuntersuchung kläre ich Ihre Beschwerden ab. Oft helfen bereits Salben und Zäpfchen sowie eine Umstellung der Ernährung. Eine Operation empfehle ich, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen und Ihre Lebensqualität eingeschränkt ist.
Meine Operationsmethoden
- HAL (Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur): schonende Unterbindung der zuführenden Gefäße – die Hämorrhoiden bilden sich zurück.
- HAL-RAR: zusätzlich wird die Schleimhaut geliftet und überschüssiges Gewebe nach innen gerafft.
- Hämorrhoidektomie (nach Milligan-Morgan): vollständige Entfernung der Hämorrhoide, vor allem bei fortgeschrittener Erkrankung. Die kleine Wunde heilt in den Wochen danach meist problemlos.
- Verödung: die Hämorrhoide wird mit einem feinen Elektromesser von innen verödet.
Welche Methode passt, entscheiden wir gemeinsam – oft ist auch eine Kombination sinnvoll. Ich operiere ausschließlich in Vollnarkose im Privatspital. Trotzdem können die meisten Patientinnen und Patienten das Spital einige Stunden nach der Operation verlassen.
Marisken
Marisken sind kleine Hautfalten am äußeren After. Sie entstehen im Lauf des Lebens und sind meist harmlos. Stören sie hygienisch oder kosmetisch, jucken sie oder schwellen sie beim Sport an, entferne ich sie mit einem kleinen Eingriff in Vollnarkose. Sie können wenige Stunden danach nach Hause.
Analfissur
Bei einer Analfissur reißt die Haut des Analkanals ein. Typisch sind Schmerzen beim Stuhlgang, die oft bis zu zwei Stunden anhalten, und Blut am Stuhl. Frische Fissuren heilen oft von selbst. Bleibt die Fissur bestehen, verhindert meist ein Krampf des Schließmuskels die Heilung.
Zuerst behandle ich mit speziellen Salben, die den Schließmuskel entspannen, und mit Ernährungsmaßnahmen – damit heilt die Fissur bei den meisten ab. Hilft das nicht, entferne ich in Vollnarkose das Narbengewebe und behandle den Schließmuskelkrampf bei Bedarf mit einer muskelentspannenden Injektion. Eine dauerhafte Durchtrennung des Schließmuskels führe ich nicht durch.
Häufige Fragen
Muss ich nach der Hämorrhoiden-OP im Spital bleiben?
Meist nicht. Ich operiere in Vollnarkose im Privatspital, die meisten können das Spital einige Stunden nach der Operation verlassen.
Brauche ich vor der Behandlung eine Darmspiegelung?
Blut am Stuhl muss nicht von Hämorrhoiden kommen. Deshalb sollte zusätzlich immer eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
Wird bei der Analfissur der Schließmuskel durchtrennt?
Nein. Ich behandle zuerst mit Salben, bei Bedarf operativ mit Entfernung des Narbengewebes und einer muskelentspannenden Injektion.